Ton und Farbe

Spürst du wie sich Ton und Farbe mischen
Und die Akkorde die Konturen verwischen
Wie ein Es zu Frühlingsgrün wird
Während jeder Takt ein Bild entbirgt
Wie sich Schwingen in der Brust ausbreiten
Duft und Tastsinn ineinander gleiten
Wie dein Mund erwartend lauscht
Und im Ohr ein Farbstom rauscht
Spürst du wie die Zeit aufhört
Und kein Gedanke deine Sinne stört
Wie sich Kreise in Spiralen drehen
Und in Wellen durch dich wehen
Spürst du diese Dankbarkeit
Die von aller deiner Last befreit
Als sich zwei Welten heilend
Über deiner Brust vereinen

Spürst du wie du abhebst
Und von hier nach dort schwebst
Wie du zwischen allen Zeilen lebst
Und sich zwischen uns ein Netz webt
Und im Übersinn verschlingen
Sich zwei Schlangen und es schwingen
Alle Wellen miteinander
Alle Sinne ineinander