À mon seul désir, pt. 1

Das kommt von der Sehnsucht nach unmöglichen Dingen
Nach Bildern, die wie Seelen klingen
Wir lieben uns nicht und bewundern uns nur
Wie das Einhorn im Spiegel seine blasse Figur
Seht her unsre Schönheit in Fleisch und in Geist
Wie sie auf die andere Seite verweist
Und gibt eine Ahnung durch den Zauber des Scheins
Von der dunkeln Seite der Kugel des Seins
Mais n’étant pas un louis d’or
Il ne se peut que tous nous adorent
Die Früchte unserer Eitelkeit
Verzehrt von grausamer Gleichgültigkeit
Relâche les chiens du souterrain
Die Vergeltung wird schön und wunderbar
Und unter der Glocke im Garten der Qualen
Wirst du für deine Dummheit und Falschheit bezahlen

Die Liebhaberei fürs Absolute
Für das Wirken des Teufels und das absolut Gute
Die Faszination für entweihte Symbole
Schießen durch den Lauf deiner Freitodpistole
Hinterlass keine Spur, sonst zerfleischen sie dich
Ihr Undank ist maßlos, sie verstehen dich nicht
Ob Zivilisation, ob Barbarei
Es ist ihnen wirklich alles einerlei
Und auf diesem See, auf dem Schwäne schlummern
Willst du der Stein sein, der die Stille zertrümmert
Du bist Dingen gewahr, die will niemand verstehen
Zerschlag diesen Spiegel, ich will dich nicht sehen
Bist dir selber genug und mit allen fünf Sinnen
Willst du die Welt mit dem Ende beginnen
A mon seul désir, im rötlichen Schimmer
Hier ist wirklich alles, und alles für immer